1. 8. 2022 Tag des Halstuchs – #ScoutScarfDay

1. 8. 2022 Tag des Halstuchs – #ScoutScarfDay

Zur Erinnerung an den Beginn des allerersten Pfadfinderlagers am 1. August 1907 – also vor 115 Jahren – tragen die Pfadfinder an diesem Jahrestag ihr Halstuch: im Büro, im Urlaub, beim Feiern. Oftmals entdeckten dadurch Kolleg*innen erst, daß sie beide begeisterte Pfadfinder*innen sind.

in der Stadtgilde Wien wurde beschlossen, dass wir uns heuer am Rathausplatz treffen. Dort lockt ja ein breites Gastronomieangebot und des nächstens gratis Freiluft-Kino. An diesem Abend lief an 21:00 die Aufzeichnung der Oper „Fidelio“ aus dem Theater an der Wien.

Treffpunkt um 18:00, gemeinsames Foto um 18:15 – unser Gildemeister kam mit unserer neuen Fahne auf die Gruppe um 18:12 zu – als gerade das letzte Foto geschossen wurde.

Dann verteilten sich die Wiener Pfadis über das Gelände, an vielen Tischen bekannte Gesichter – mit Halstuch.

Da war doch was …

Plötzlich meint Wolfgang E. Lorenz, Gildemeister unserer Paten-Gilde für die Investitur: „In der Nähe unseres Tisches muß ein Pfadfinderdenkmal sein. Heinz Weber, der frühere Stadtgildemeister und neue Sekretär der Stadtgilde, weiß sicher, wo der steht!”

Heinz: „Ja, da ist was, aber ich habe keine Ahnung, wo das steht.“ Also mussten wir mal googeln. Google meint, da wäre ein Gedenkstein im „nordwestlichen Teil des Rathausparkes“.

Gedenkstein-Finder

Also machten wir Alt-Pfadfinder*innen uns auf, das Denkmal aufzuspüren. Und: der im Gras liegende, flache Stein war wirklich in unserer Nähe und – es ist sogar ein Gilden-Gedenkstein: „Altpfadfinder Welttreffen 1973“ steht dort und verblassenden Goldbuchstaben sowie ein farbiges, eingraviertes Gildensymbol, das auch auf eine Auffrischung wartet.

 

2023: 50 Jahre Jubiläum des Welttreffens 1973 in Wien

Am Rathausplatz machte unser Fund die Runde und weitere Gruppen ließen sich beim Stein abbilden, darunter auch der neuen Stadtgildemeister Erwin Stary. Eine Gildenfreundin, mathematisch begabt, machte uns darauf aufmerksam: „Da könnte man ja 2023 das 50-Jahres-Jubiläum feiern!“ Was sagt ihr zu der Idee? Wer weiß, wann das Treffen 1973 genau war, wieviele Teilnehmer*innen aus wievielen Ländern damals nach Wien gekommen waren. Wer wer damals mit dabei?

Ein Geocache für den Gedenkstein?

Am nächsten Tag kam die Idee auf, einen Geocache für das Denkmal einzurichten. Netti Gruber, die neue Sekretärin (Schriftführerin) der Pfadfinder-Gilde Österreichs, versprach, sich das mal anzuschauen. Direkt beim Stein darf wohl kein Geocache eingerichtet werden, da die einzelnen Ziele einen Abstand von 160 m haben müssen: im Rathauspark ist sicher die maximale Geocache-Dichte schon erreicht.

Wer den Gedenkstein finden will, hier seine Koordinaten:

  • Grad, Minuten und Sekunden (GMS): 48° 12′ 40″ N
    16° 21′ 34″ E
  • Breite: 48.211117
    Länge: 16.359371
  • Dezimalgrad (DG): 48.211117,16.359371
  • Grad und Dezimalminuten (GMM): 48 12.667007, 16 21.562271
  • Standort des Gedenksteins auf Google-Maps: 48°12’40.0″N 16°21’33.7″E

Weiterführende Links zum „Tag-des-Halstuchs“

 

„Bam, Oida“: Ein Baum vor das Pfadfinderheim

„Bam, Oida“: Ein Baum vor das Pfadfinderheim

Die Idee entsteht am Bundesforum in Zeillern

Beim Bundesforum der Pfadfinder-Gilde Österreichs, https://bundesforum.pgoe.at, im Jahr 2019 auf Schloß Zeillern hatten Arbeitsgruppen die Aufgabe, österreichweite Programmideen zu finden. Martin Mucha hatte davor eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, wo die toten Bäume im niederösterreichischen Städtchen Raabs an der Thaya gezeigt worden waren. Dort vernichtet der Borkenkäfer große Waldbestände, Waldbestände, durch die Martin wenige Jahre zuvor gewandert war.

Borkenkäfer Invasion

Das Problem hatte in der Tschechischen Republik begonnen und der Borkenkäfer wandert nun nach Süden und ist in der Zwischenzeit auch bereits in höheren Lagen, im Gebirge, angekommen. Die Wiederaufforstung mit neuen Mischwäldern ist eine riesige Aufgabe. Was wir brauchen sind widerstandsfähigere Bäume – die Fichte ist zwar sehr beliebt, kann aber in Trockenzeiten dem Käfer nichts entgegenstellen – und einen echten Mischwald. Hier ein kurzer Bericht von Thayatal TV vom Juni 2018.

 

Baumpflanzaktion von der Pfadibewegung auch international aufgegriffen

Die Baumpflanzaktion zog innerhalb der PfadfinderInnenbewegung weitere Kreise, die PPÖ und der ÖPB schlossen sich an, die Subregion Zentraleuropa lobte sogar eine Fördersumme aus. Bedingt durch die Pandemie kam die Aktion aber ins Stocken.

Gut, es sollte also ein Baum gepflanzt werden. Fiona stellte gleich ihren Garten zur Verfügung, ein Angebot, das wir noch nicht genutzt haben.

Ein Baum für das Heim der 17/47er

Denn dann kam plötzlich der Hinweis, dass im Hof der Pfarre Mariahilf die Kastanie gefällt werden muss, da sie stirbt und zu nahe an der Mauer steht. Der Pfarrhof gleicht inzwischen eher einem Parkplatz. Nur im hinteren Teil des Pfarrgartens standen inzwischen bereits zu viele Bäume zu eng: Dort, wo man früher auf einem kleinen Feld noch Fußball spielen konnte, war nun Slalomlaufen zwischen den Baumstangen eher angesagt. Dort sollte die Ersatzpflanzung vorgenommen werden.

Der bestehende Platz war aber viel besser, man müsste weiter weg von der Mauer den neuen Baum pflanzen, dann würde dieser ein schönes Grün in die Asphaltwüste im vorderen Teil bringen. Martin nahm sich vor, den Baum vorne hinzustellen – es muss nicht der ganze Boden versiegelt werden.

Der neue Baum ist da – der alte auch

Der neue Baum war mit Hilfe eines Profis rasch gefunden: eine sehr schlank wachsende, bereits sehr hohe Hainbuche. Jetzt musste also der Strunk der alten Kastanie beseitigt werden – und ihre Wurzeln. Für ersteres war ja der Gärtner bereits beauftragt, die Entfernung der Wurzeln wurden zuerst von einzelnen Leitern in der Gruppe nicht als echtes Problem gesehen. Nach einigen Versuchen an anderen Wurzeln wurde aber dann doch professionelle Hilfe benötigt. Die Erzdiözese Wien beauftragte freundlicherweise auch die Beseitigung der Wurzeln beim Baumdoktor.

Jetzt wird’s eng!

Da das Sommerfest der Pfadigruppe 17/47 zum Frühsommerfest vorverlegt wurde, wurde es auf einmal sehr knapp. Aber alle Beteiligten spielten mit: Die Erzdiözese bezahlte zusätzlich auch die Beseitigung der Wurzeln, die Gärtnerei schob diese Arbeit ein – denen ist im Frühjahr nicht fad –, der Baum wurde überraschend direkt zugestellt. Bei einem Vorbereitungstreffen der Gildentage bewunderte das Projektteam der Stadtgilde Wien bereits den noch eingetopften (eingeschlagenen) Baum.

Der Gerät: Ein Bodenbohrer muss her

Martin begann bereits einige Tage vor dem Fest die Grube vorzubereiten, stieß auf viele Ziegeln, die man für die Abdeckung eines Schachtes halten hätte können – Gottseidank öffnete sich keine große Grube. Dafür schreckte aber Länge der beiden Rundhölzer, die den jungen Baum stützen sollten und auch mitgeliefert worden waren. Der Hinweis des Gärtners „einfach mit einem Vorschlaghammer einschlagen, nur dann hält das“, hörte sich schon sehr schwierig an. In letzter Sekunde borgte sich Martin am Tag des Festes in einem Baumarkt einen motorisierten Bodenbohrer aus, damit wenigstens mal der ersten Meter etwas einfacher ausgehoben werden kann.

Baumsetzen: Ein großer G’spaß

Ausgerüstet mit der modernsten Technik – Leiter, Vorschlaghammer, Bodenbohrer, Schaufeln und Krampen – ging es nun am späten Nachmittag des Frühsommerfestes ans Werk: Die vorbereitete Grube wurde noch vertieft und erweitert, der Baum mit gemeinsamer Kraft eingesetzt und dann die Löcher für die beiden Stützstämme gebohrt. Der Bohrer verfing sich dabei in den übriggebliebenen Wurzeln des alten Baumes und wurde händisch herausgedreht: unter Motoreinsatz hatte er sich nur noch mehr verheddert. Dann schlug Edgar mit dem Vorschlaghammer auf der Leiter balancierend die beiden Rundhölzer sehr tief in den Boden ein: das sah sehr fachmännisch aus, wie die Fotos beweisen. Der neue Wassersack wurde noch installiert und gefüllt. Und auf zum Gruppenfoto.
Wann setzen wir den nächsten Baum bei Fiona?

15.4.2022: 1. Gildehall bei Fiona

15.4.2022: 1. Gildehall bei Fiona

Die Gilde Wien 17/47 traf sich am Freitag, 15. April 2022 im neuen Haus von Fiona, um dort das Versprechen als Gildepfadfinder abzulegen. Das findet sehr feierlich im Rahmen eines Gildehalls statt.

Schon zu Beginn des Treffens richteten sich unsere Blicke nach oben: „Wird das Wetter halten?“ Es sah gut aus, weshalb das Lagerfeuer entzündet und der Gildehall begonnen wurde. Und dann fielen die Tropen, und wir mussten ins Innere flüchten. Dort wurde gesungen und das Versprechen erstmals als Gildepfadfinder*in abgelegt. Für die Anpassung des Textes hatten sich im Vorfeld Magda, Vera und Martin viel Zeit genommen. Wer hier den gesamten Ablauf des Gildehalls nachlesen will, findet das auf der Siete „Gildehall der 17/47er“ hier.

ISGF Song

We are men and women joined together
by a strong thread of unity.
Just like the Scouts and Guides around the world,
we strive to make it free

CHORUS:
We are a Fellowship and we try to reach all under the sun.
No matter what our colour or creed,
we’ll work together ‘til we see the need is gone.

We are led forward to our promise.
We share the vision of B-P.
We love our God.
We serve the world we share.
We live in harmony.

Repeat CHORUS