Tröpferlbad von Pirron & Knapp

  • Text: Erich Meder
  • Musik: Hans Lang

G                               C
Am vergang’nen Freitag warn wir zwa im Tröpferlbad,

D                               G
daß Sie net dabei warn, des is schad, schad, schad, schad, schad, schad, schad, schad.

C
Drunt’n mit’n Kassier, do hat a Frau g’mocht an Bahö:

D                           G
“Was, Sie sag’n I bin a oide Fee, Fee, Fee, Fee, Fee, Fee, Fee, Fee?

D
Wos san den Sie dann, sie z’rupfter Bisam!

G
War’n Sie ka Amtsperson, hörat’n Se an andern Ton.

D                                         G
Doch weil ich fein bin und net gemein bin, stöll I mi nimmermehr mit Ihna her!

C                          G
Sie glaub’n, weil Sie do in den Vogelhäusl sitzen,

D                    G
können Se a schwoche Frau tyrannisieren?

C                           G                   D
Geht’s hait’s mi zruck, sonst komm i no in’d Hitzen und tua dem Kartenbändiger,

G        D  G
Kartenbändiger, Kartenbändiger no ane schmiern!”

G                             C
Endlich samma drinnen in der Umkleidekabin,

D                           G
de Nockerten, de rennan her und hin u. her und hin u. her und hin u.her und hin u.her.

C
Aner von de Nockerten, der is unhamlich g’füllt,

D                                 G
sei Freund schaut aus ois wira Röntgenbüd, büd, büd, büd, büd, büd, büd, büd.

D                                              G
s ist eim Gedränge, in derea Menge, und kana waß mehr g’wiß, wöcha Fuaß sei eig’na is;

D
s is wira Narrenhaus, mir ziag’n uns d’Schuach aus,

G    D G

doch unser Nebenmann ziagt’s uns wieda an!

C                                 G
So, jetzt probiern ma’s hoit mammal mit uns’rer Hosen,

D                                G

kaum hammas drunt, hüft uns da Nochba wieder rein;

C                   G
wir kriagn an Zurn, an murdstrumm großen

D                                                    G    D G
und gengan samt’n G’wand, samt’n G’wand, samt’n G’wand,ins Bad hinen!

G                                     C
Der G’füllte, der kommt eine, steigt mitten auf a Saf,

C                                    G
der längs nach haut’s eahm hin und er is baf, baf, baf, baf, baf, baf, baf, baf.

C
Wira wieder aufsteht , wüll er zur Brause hin,

D                          G
er paßt net eine in die Duschkabin, bin, bin, bin, bin, bin, bin, bin.

D
In der letzten Klause, unter der Brause,

G
do rennt des Röntgenbüd grod hin und her wia wüd.

D
‘s is ein Verhängnis, daß der so dünn is,

G        D G
wann der  zum Abfluß rutscht, dann ies er pfutsch!

C                              G
Jetzt macht’s an Pumpera, mir zwa san furchtbar zamzuckt,

D                             G
jo wei den G’füllten hat’s grad wieder amol hin!

C                                   G
De ganzen Brausen san verbog’n, de Wänd hot’s eindruckt,

D                                                 G     D G
des ganze Tröpferlbad, Tröpferlbad, Tröpferlbad, des is jetz hin!

 

Rudolfstiftung (Ernst Molden) | St. James Infirmary Blues

Ein Blues in Moll von Ernst Molden nach dem Klassiker “St. James Infirmary Blues”.

Im Original hat der „liabe Mann“ seinen Beitrag zum Spitalsaufenthalt und vorzeitigem Tod seiner Geliebten geleistet.

Ein schwarzer Blues für die schwarze Wiener „Söh“ (Seele)!

Strophe/Chorus

1. Vorhin hob i miassn zum Wirt’n

d’runt am Platzl – gor net weit –

die Leut‘ san g’sessen ganz normal beim G’sprizten,

halt ganz normale Leit.

2. Und dann siech i ihn Nemeskal Michi,

mit Aug’n so rot wia Blut

„Huach, zu“, sagt er, „da wia i dir dazöhln,

Was mia so quälen tuat!“

3. I war d’rüben in da‘ Rudolfstiftung,

dass i mei‘ Schatzerl siach.

Wia i einekum sagt der Arzt, „Des ist zu dumm,

aber sie liagt tot und kalt am Tisch!“

Refrain:

„Es ist ok, soll’s geh’n, nix für Ungut!

A, wenn’s net sogt wohin.

Im Himmel, in der Hö(ll)

i schwörs bei meina‘ Söh:

Sie find kan Mann, so liab wia mi!“

„Na!“ – Solo

4. A, wann i söba‘ stirb‘, dann miaßts mia ans versprechen:

Dass mi eingrabts mit mein best’n Huat

Steckt’s ma an Zehna‘ in die Hos’n

Und, wanns eich frogts „zu wos denn?“

Dass der Ober da d’rüben mir eh alles geben tuat!

5. Sechs Haberer trog’n die Kist’n

sechs Menscha singen a Liad.

Dass ma besser stirbt, wann da’ Frieda’ bliaht,

und net in Di‘ Rudolfstiftung einemarschiert. Na!

Refrain (2x)

Schluß (verzögert)

„Im Himmel, in der Hö(ll)

i schwörs bei meina‘ Söh:

Sie find kan Mann, so liab wia mi!“

  • G’spritzten = hier: gespritzter Weißwein.
  • Rudolfstiftung = Spital in Wien Landstraße, 1030 Wien
  • Söh = Seele
  • Huat = Hut
  • Haberer = Freunde, die man hat
  • Menscha = Mädchen

https://youtu.be/Gz_ZZTnBBks

St. James Informary Blues