Ja, so warn‘s (Die alten Rittersleut‘) von Karl Valentin

Die alten Rittersleut

(Ja, so warn s’)

Karl Valentin

Melodie zum Lied Die alten Rittersleut
Musiknoten zum Lied Die alten Rittersleut

LIEDTEXT

Zu Grünwald im Isartal,
glaubt es mir, es war einmal,
da ham edle Ritter g’haust,
dene hat’s vor gar nix graust!
Ja so warn’s, ja so warn’s,
ja so warn’s die alten Rittersleut’
Ja so warn’s, ja so warn’s
die alten Rittersleut’.

Das spöttische Lied über Die alten Rittersleut verfasste der Münchener Komiker und Schauspieler Karl Valentin 1939/40 als Beitrag für sein letztes Theaterprojekt, ›Die Ritterspelunke‹. Dabei nutzte er die 1914 im ›Klampf’n Toni‹ veröffentlichte Ritterballade ›Ujeh, die alten Ritterleut‹ von August Endres als Vorlage. Valentin fügte aber nicht nur neue Strophen hinzu, sondern vereinfachte auch den Refrain und komponierte eine neue und vor allem eingängige Melodie.

Infolge der Kriegswirren verbreitete sich das Stück zunächst nur langsam. Ein am 24. Januar 1941 entstandener Rundfunkmitschnitt konnte beispielsweise erst nach dem Krieg als Schallplatte veröffentlicht werden.

Sehr bekannt hingegen wurde das Lied in der Version der bayerischen Dixie-Band Hot Dogs, die 1966 mit Die alten Rittersleut ihren ersten großen Erfolg feierten.

Seitdem wurde das Lied zu einem modernen Volkslied, einem zeitlosen Gassenhauer, was sich auch darin niederschlug, dass unzählige, oft anonym verfasste, Strophen bekannt wurden, die sich nicht immer streng an das Ritterthema halten, sondern auch andere, nicht selten schlüpfrige, Themen aufgreifen. Und natürlich enden alle Strophen mit dem markanten Refrain: »Ja, so warn s’, ja, so warn s’ die oiden Rittersleut«.

Zu den volkstümlichen Versionen die eine größere Bekanntheit erlangten gehören die von Peter Steiner & Ferdl bzw. Klaus & Ferdl gesungenen Aufnahmen. 2009 erschien eine Kinderversion mit angepassten Texten, gesungen von Kindern unter dem Namen Sternschnuppe. Wie bekannt Die alten Rittersleut noch heute ist, zeigen u.a. auch die vielen Hobby- und Spaß-Videos auf Youtube.

Karl Valentins Originaltext geriet derweil immer mehr in Vergessenheit, was u.a. vielleicht am bayerischen Dialekt und dem bis Ende 2018 bestehenden Urheberschutz liegen mag. Dennoch folgen die meisten Versionen Valentins erster Strophe in mal mehr bayerischen und mal mehr hochdeutschen Fassung:

Zu Grünwald drunt´ im Isartal
Glaubt es mir, es war einmal
Da ham edle Ritter g´haust
Denne hat´s vor gar nix graust.

Als Liedabschluss kursieren zwei Varianten. Die erste Version, die mehr der erzählerischen Tradition folgt, lautet:

Zu Grünewald, die Rittersleut
Leben nicht mehr seit langer Zeit,
Nur die Geister von densölben
Spuken Nachts in den Gewölben.

Eine andere Variante endet auf:

Wollt´ ein Ritter einmal schnackseln
Mußt´ er aus der Rüstung kraxeln
Dabei ward ihm der Spaß verdor´m
Deshalb san´s heut ausgestor´m.

und mit der Anspielung auf Goethes ›Götz‹-Zitat wird oft angehängt:

Die alten Ritter war´n recht grob,
Doch ihre Sprach´, die is net tot,
Es sei uns Rat in allen Dingen
Ritter Götz von Berlichingen!

Dazwischen war viel Platz für allerlei Spott, Spaß und Übermut, mal bayerisch derb, mal hochdeutsch gelackt, aber immer mit einem Zwinkern im Auge.

Zu den klassischen ersten Strophen gehören:

Kam ein Ritter auf die Welt,
Hat ihm z’erst das G’wand gefehlt,
Das einz’ge, was ihm Gott gegeben,
Das war der Hang zum Saufen eben.

Und die armen Ritterkindeln
Hatten auch noch eisern Windeln,
Und wenn sie mal reingeschoßt,
War’n die Windeln gleich verrost.

Hieß ein Ritter Friederich,
War er meistens liederlich.
Bis er in die Ehe kam
Ward er wie ein Lämmlein zahm.

G’suffe hams, dös glaub’ns mir
Aus die Eimer Wein und Bier.
Ham’s dann all’s g’suffe habt,
Dann san’s untern Tisch g’schlabt.

Knappen waren auch dabei
Bei der alten Ritterei,
Besoff’ne Ritter heimzutragen,
Denn es gab kein Trambahnwagen.

Ein Ritter vor dem großen Tor
Stand mit seinem Spieß davor,
Daß auch keiner sich erdreißt’
und ihm in dem Burghof schaut.

Hier noch eine Auswahl bekannter Strophen:

So ein alter Rittersmann
Hatte sehr viel Eisen an,
Die meisten Ritter, muß ich sag’n,
Hat deshalb der Blitz erschlag’n.

Ritt ein Ritter auf ein Ross,
War das Risiko sehr groß
Hatt sein Ross an Hupfer getan,
Lag im Dreck der gut Mann.

Einst ein Ritter Kunibert
Hockte sich verkehrt aufs Pferd
Wollte er nach hinten seh´n
Braucht´ er sich nicht umzudrehn.

Das Burgfräulein Kunigunde
Roch gar schröcklich aus dem Munde
Bis ihr dereinst beim Minnedienste
Ein Bandwurm aus dem Halse grinste.

Ritter Max von Freising drunt´
War a oider geiler Hund
Wollt immer nur nach Maderln schau´n
Doch einmal hat´s ihn umgehau´n.

Mußt´ ein Ritter einmal pieseln
Ließ er´s in die Rüstung rieseln
Hatt´ er das Visier net offen
Ist der arme Kerl ersoffen.

Ließ der Ritter einen fahrn,
War die ganze Rüstung warm
Ein Ritter macht’ sich nichts dafür,
Er ließ ihn raus beim Visier.

Selbst die kleinen Ritterknaben
Hatten sehr viel Leid zu tragen
Schmerzen hatten sie beim Scheißen,
Denn die Windeln warn aus Eisen.

Tom Borg, 23. Januar 2019

Leaving On A Jetplane von John Denver

Leaving On A Jetplane von John Denver

  • Es gibt hier einen Auftakt: D.h. den D-7-Akkord einmal laut und deutlich anspielen. Ab “bags” zum Schlagen oder Zupfen beginnen.
  • Zwischen dem G- und dem E-Moll-Akkord ein tiefes Fis als Bassübergang anschlagen – G-Fis-E
  • Statt E-Moll kann man auch C spielen. So steht es in allen anderen Liederbüchern.

(Auftak) All my bags are packed I’m ready to go.
I’m standing here outside your door.
I hate to wake you up to say good bye.
But the dawn is breaking it’s early morn.
The taxi’s waitin he’s blowin’ his horn.
Already I’m so lonesome I could die.


Oh kiss me and smile for me.
Tell me that you’ll wait for me.
Hold me like you’ll never let me go.
‘Cause I’m leavin on a jet plane. Don’t know when I’ll be back again.
Oh, babe I hate to go.


There’s so many times I’ve let you down
So many times I’ve played around.
I tell you now they don’t mean a thing.
Every place I go I’ll think of you.
Ev’ry song I sing I’ll sing for you.
When I come back I’ll bring your wedding ring.


Oh kiss me and smile for me.
Tell me that you’ll wait for me.
Hold me like you’ll never let me go.
‘Cause I’m leavin on a jet plane. Don’t know when I’ll be back again.
Oh, babe I hate to go.


Now the time has come to leave you.
One more time let me kiss you.
Then close your eyes I’ll be on my way.
Dream about the days to come.
When I won’t have to leave alone.
About the times I won’t have to say:


Oh kiss me and smile for me.
Tell me that you’ll wait for me.
Hold me like you’ll never let me go.
‘Cause I’m leavin on a jet plane. Don’t know when I’ll be back again.
Oh, babe I hate to go.

John Denver, geboren als Henry John Deutschendorf Jr. am 31. 12. 1943, starb am 12. 10. 1997 bei einem Flugzeugabsturz. Der amerikanische Singer-Songwriter, Schallplattenproduzent, Schauspieler, Menschenrechts-Aktivist, der am erfolgreichsten als Solokünstler war, hätte 1997 vielleicht doch nicht ins Flugzeug steigen sollen und damit diese Welt verlassen.

Vater Unser

Vater unser,
Der Du bist im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
Wie im Himmel
So auch auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,
Und vergib uns unsere Schuld,
Wie auch wir
Vergeben unser’n Schuldigern,
Und führe uns nicht in Versuchung
Sondern erlöse uns von dem Bösen,
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit
In Ewigkeit.

Vater unser,
Der Du bist im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
Wie im Himmel
So auch auf Erden.
Amen.

BiPi’s Spirit


I’ve got that B-P spirit
right in my head, right in my head,
right in my head,
I’ve got that B-P spirit
right in my head,
right in my head to stay

I’ve got that B-P spirit
deep in my heart…

I’ve got that B-P spirit
all round my feet…

I’ve got that B-P spirit
right in my head,
deep in my heart,
all round my feet,
I’ve got that B-P spirit
all over me
all over me to stay!